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 Schrecktraining mit Twilight Teil 1

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Grazia
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BeitragThema: Schrecktraining mit Twilight Teil 1   Sa Okt 25, 2008 8:39 pm

Misstrauisch sah ich in den nebligen Himmel und packte schließlich doch noch ein Paar Handschuhe ein, bevor ich mit dem Fahrrad in den Stall fuhr. Es sah nach Regen aus heute. Doch meinen Pferden war das egal, sie wollten trotzdem beschäftigt werden.
„Guten Morgen“, rief ich Sophie,Caro,Niki und Lilly zu, die auf dem Hof standen und redeten. „Boa, das ist so kalt heute“, beschwerte ich mich, während ich mein Fahrrad abstelle und schließlich zur Koppel tappte.
„Fantasy,Lighti“, rief ich laut und beobachtete die grasenden Pferde. „Kommt doch mal her“. Schließlich hob Lighti den Kopf und sah kurz zu mir, bevor sie sich weiter ihrem Frühstück widmete, „Na dann eben nicht“, seufzte ich, nahm das Halfter meiner Stute und kletterte über den Zaun zu den Pferden. „Hallo Schöne“, begrüßte ich Twilight und graulte ihre Stirn, bevor ich sie aufhalfterte und auf den Hof führte. Sie folgte mir problemlos und ich konnte froh sein, ein Pferd zu haben, das keine Zicken machte, wenn es von den anderen getrennt wurde. Ich band die Stute am Putzplatz an und holte ihre Putzbox aus meinem Schrank. „Nicht scharren“, schimpfte ich, als ich beim Zurückkommen sah, wie die Stute ihre Ungeduld demonstriert.
Lighti hatte ein etwas dickeres Felll bekommen und entsprechend „schön“ war es auch zu putzen. Wenn sich Lighti einmal in den Matsch gelegt hatte, blieb ihr Fell staubig. Egal was ich tat.
„Hufschmied hast du auch mal wieder nötig.Muss ich demnächst mal in Angriff nehmen,ne.“, murmelte ich leise vor mich hin, während ich ihre Beine einzeln hochhob.
Ich verteilte großzügig Glanzspray auf der schönen, grauen Mähne der Stute und bürstete es dann sorgfältig durch, bevor ich die Mähnengummis aus der Putzbox holte. „Heute flechte ich deine tolle Mähne mal ein“, meinte ich lächelnd und stellte mich neben Lighti. Mit einem Kamm teilte ich im Nacken beginnend kleine Strähnchen ab und flocht daraus Zöpfe, bis ich die gesamte Mähen der Stute verarbeitet hatte. Die machte mir es nicht gerade leicht und schüttelte immer wieder unwillig den Kopf, riss ihn hoch oder tauchte plötzlich ab um am Boden zu schnüffeln. Als die Mähne dann doch ordentlich verpackt war, machte ich mich an den Hafischweif und flocht daraus ebenfalls einen dicken Zopf. Zufrieden betrachtete ich mein Werk und klopfte Ligthi den Hals. „Heute machen wir was Tolles“, grinste und rannte noch einmal kurz zu meinem Schrank. Neben der Longierpeitsche holte ich eine Plane hervor. "Wollen mal schauen ob du das akzeptierst,mit so einer Art Schrecktraining!"sagte ich zu ihr„Auf geht’s Madame“, meinte ich gut gelaunt zu ihr und führte sie zur Longierhalle.
Ich schloss die Tür hinter uns und stellte mein Pferdchen erst einmal in der Mitte ab und legte die Plane beiseite. Dann löste ich den Strick vom Halfter und ließ Lighti auf die rechte Hand gehen, während ich die Peitsche ausrollte. Die Stute schien ein bisschen zu viel Energie übrig zu haben. Munter begann sie zu traben und hob den Kopf neugierig in die Höhe. Heute sollte mir das einmal egal sein. Erstmal sollte sich Twilight ein wenig auspowern, bevor wir mit der „richtigen“ Arbeit begannen.
„Eeaaasyyy“, murmelte ich um die schöne Stute wieder zum Schritt durchzuparieren. Aber Twilight interessierte das herzlich wenig, bis ich meinen Fehler bemerkte. „Sorry. Dumme Angewohnheit“, entschuldigte ich mich scherzhaft bei meinem Pferd. „Brrrrr“. Ich drehte meine rechte Schulter etwas mehr Richtung Lighti und ließ die Peitsche sinken. Prompt reagierte die Stute und viel in den Schritt zurück. „Braves Mädchen“, lobte ich und ließ sie erst einmal noch einige Runden Schritt gehen, bevor ich die Hand wechselte und nach einer Weile das Tempo steigerte. Twilight war heute wirklich flott unterwegs, also musste ich sie eine ganze Weile traben lassen. Immer wieder baute ich Handwechsel mit ein, um das Ganze wenigstens ein klein wenig abwechslungsreicher zu gestalten. „Brr. Langsam“, bremste ich in den Schritt zurück, als sie langsam anfing zu schwitzen. „Wir wollen ja nicht, dass du kollabierst“, scherzte ich und ließ Twilight wieder die Hand wechseln, in dem ich „Haaalt“, rief und mich gleichzeitig „in den Weg stellte“, also die linke Schulter nach innen drehte und einen Schritt in ihre Laufrichtung machte. Die Stute blieb stehen, drehte um und lief schließlich auf der rechten Hand weiter.
„Na dann. Schwing die Hufe. Galopp“. Das mit den so genannten „Luftküsschen“ beim Angaloppieren konnte ich mir einfach nicht abgewöhnen. Warum auch? Also küsste ich vor mich hin und trieb Lighti mit der Peitsche, bis die in einen recht flotten Galopp viel. Erstmal ließ ich die Stute laufen, bis sie automatisch langsamer wurde, weil sie eben doch faul war, dann ließ ich sie auch im Galopp immer wieder die Richtung wechseln. „Fantasy stoppt schöner“, beschwerte ich mich grinsend bei meinem Pferd und parierte es schließlich durch. Neugierig sah die Stute zu mir und kam auf mich zu. Wahrscheinlich in der frohen Hoffnung, endlich fertig mit der Arbeit zu sein und nun wieder auf die Weide zu dürfen.
Als ich die Plane auseinanderfaltete war Twilight dann aber nicht enttäuscht, sondern viel mehr erschrocken. Sie machte einen Satz zur Seite und beäugte das Ungeheuer erst einmal heftig schnaubend aus sicherer Entfernung. „Du hast schon recht“, grinste ich, „es sterben jährlich zigtausende Pferde, weil sie von den gefährlichen Planen einfach so gefressen werden“.
Ich ließ mich von Lightis Angst nicht weiter beeinflussen und legte die Plane so, dass sie auf einer Seite von der Bande begrenzt wurde.
„Na dann mal auf“. Ich trieb mein Pferd auf der linken Hand an. Die war so aufgeregt, dass sie lieber traben wollte. Ich ließ ihr ihren Willen. Im Moment kam es nur darauf an, dass sie über die Plane ging. Munter trabte sie auch auf das Monster zu, rammte dann jedoch kurz davor ihre Beine in den Boden. Mit der Peitsche begrenzte ich den Weg nach hinten, mit dem linken Arm sicherte ich, dass sie nicht seitlich ausweichen würde. Schließlich sprang die Stute mit einem gewaltigen Satz über das schreckliche Hindernis und trabte anschließend weiter. Ich ließ mich auch davon nicht irritieren und arbeitete weiter. Wieder bremste Twilight vor der Plane, wieder trieb ich sie an, bis sie darüber sprang. Irgendwann würde ihr das zu anstrengend werden. Das war dann der entscheidende Moment. Doch zuerst ließ ich das Pferd von rechts an die Plane herangehen. Von der anderen Seite war das natürlich noch viel schrecklicher. Hatte Lighti links herum noch vor dem Absprung fast nicht mehr gezögert, blieb sie jetzt wieder stehen. Ich trieb die Stute dennoch ab und nach einigen Runden sprang sie ohne größeres Innehalten über das „Hindernis“. Ich ließ sie schließlich anhalten und drehen. Jetzt ging sie im Schritt und das musste ich ausnutzen. Ich merkte regelrecht, wie ihre Augen weit wurden, als sie die Plane näher kommen sah. Doch es half ihr alles nichts. Unschlüssig blieb die Stute stehen. Ich trieb sie leicht an – und siehe da: Zwar mit großen Schritten, aber immerhin, ging Lighti über das grüne Plastikmonster unter ihr. Das Geräusch der raschelnden Plane irritierte sie dann jedoch so, dass sie wieder erschrocken antrabte. Ich lobte die hübsche Stute, indem ich sie durchparierte und ihr die Stirn kraulte. „Wars so schlimm?“. Twilight hätte wohl ‚Ja’ gesagt…
Ich faltete die Plane wieder zusammen und ging damit zu ihr. Ganz geheuer war es ihr sichtlich nicht, als ich das „Ding“ über ihren Hals streifte. Aber sie blieb stehen und mehr wollte ich ja gar nicht. „Genug gearbeitet“, lobte ich mein tapferes Pferdchen und holte den Bollensammler um einige Hinterlassenschaften zu beseitigen, bevor ich Lighti zurück zum Putzplatz führte. Dort legte ich die Plane auf meine Putzbox und ging dann mit Twilight zurück zur Koppel. Begeistert wieherte die Stute ihren Freunden zu, als wollte sie ihnen von dem Monster erzählen, dass sie gesehen hatte. „Ab mit dir“, lächelte ich und klopfte ihr den Hals, während sie meine Taschen nach Leckerlis durchsuchte, dann schließlich beleidigt davon trottete und sich demonstrativ neben Fantasy stellte.
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